Ist dein Pferd ein gutes Reitpädagogik-Pferd?
- anna-katharina-fri
- 11. März
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 15. März

Ein ehrlicher Selbsttest in 10 Fragen
Viele Pferde sind freundlich, gut ausgebildet und verlässliche Freizeitpartner. Doch nicht jedes liebe Pony ist automatisch ein gutes Kinderpony – und schon gar nicht jedes Pferd eignet sich für die Arbeit in der Reitpädagogik.
In der pferdegestützten Pädagogik begegnen Pferde häufig ungewohnten Situationen:Kinder bewegen sich unkoordiniert, reagieren emotional, sprechen laut oder brauchen viel Zeit für einzelne Abläufe. Für ein Pferd kann das schnell stressig werden, wenn es dafür nicht die passenden Voraussetzungen mitbringt.
Ein gutes Reitpädagogik-Pferd braucht deshalb mehr als Geduld. Es braucht emotionale Stabilität, klare Kommunikation und körperliche Belastbarkeit.
Der folgende Selbsttest hilft dir, dein Pferd ehrlich einzuschätzen.
Selbsttest: Ist dein Pferd geeignet für Reitpädagogik?
Beantworte jede Frage spontan und möglichst ehrlich.
Punktevergabe
A = 3 Punkte
B = 2 Punkte
C = 1 Punkt
Am Ende addierst du deine Punkte.
1. Wie reagiert dein Pferd auf unkoordinierte Bewegungen von Kindern?
A – bleibt ruhig und beobachtet neugierig
B – wird kurz unsicher, beruhigt sich aber schnell
C – erschrickt stark oder weicht hektisch aus
2. Wie tolerant ist dein Pferd beim Putzen und Berühren?
A – sehr geduldig, auch bei unsicherem Putzen
B – akzeptiert es, braucht aber Anleitung
C – zeigt schnell Abwehrverhalten
3. Wie reagiert dein Pferd auf laute Stimmen oder Kinderlachen?
A – bleibt gelassen
B – wird kurz aufmerksam, entspannt sich aber wieder
C – zeigt deutlich Stress
4. Wie geduldig ist dein Pferd bei langsamen Abläufen?
A – sehr geduldig und ruhig
B – etwas ungeduldig, bleibt aber kontrollierbar
C – wird schnell frustriert oder drängelt
5. Kann dein Pferd ruhig im Schritt geführt werden – auch über längere Zeit?
A – problemlos
B – mit gelegentlichen Korrekturen
C – wird schnell unruhig oder zieht
6. Wie reagiert dein Pferd auf wechselnde Menschen am Führstrick?
A – bleibt zuverlässig und orientiert sich am Menschen
B – braucht etwas Eingewöhnung
C – wird unsicher oder respektiert neue Personen kaum
7. Wie gut lässt sich dein Pferd lesen?
A – zeigt klare Körpersprache und frühe Signale
B – Körpersprache ist manchmal schwer zu deuten
C – reagiert oft plötzlich oder unberechenbar
8. Wie reagiert dein Pferd auf Nähe vieler Menschen?
A – bleibt entspannt
B – toleriert es, braucht aber etwas Raum
C – fühlt sich schnell bedrängt
9. Wie belastbar ist dein Pferd körperlich?
A – gesund, stabil und regelmäßig trainiert
B – grundsätzlich fit, aber mit Einschränkungen
C – körperlich empfindlich oder schnell erschöpft
10. Wie reagiert dein Pferd auf ungewohnte Gegenstände oder Spiele?
A – neugierig und gelassen
B – kurz skeptisch, beruhigt sich aber
C – reagiert mit Stress oder Fluchtverhalten
Auswertung des Tests
25–30 Punkte
Sehr gute Voraussetzungen
Dein Pferd bringt viele Eigenschaften mit, die für die Arbeit in der Reitpädagogik wichtig sind:Gelassenheit, Geduld und eine stabile Kommunikation mit dem Menschen.
Trotzdem gilt: Auch ein geeignetes Pferd braucht klare Einsatzzeiten, Pausen und sorgfältiges Training.
18–24 Punkte
Mit Vorbereitung möglich
Dein Pferd könnte für reitpädagogische Arbeit geeignet sein, braucht aber wahrscheinlich:
gezieltes Training
klare Struktur
gut geplante Belastung
Nicht jedes Pferd muss täglich in der pädagogischen Arbeit eingesetzt werden.
10–17 Punkte
Eher ungeeignet
Dein Pferd zeigt Eigenschaften, die im Umgang mit Kindern schnell zu Stress führen können.
Und das ist völlig in Ordnung.
Viele Pferde sind wunderbare Partner im Freizeitbereich – ohne Reitpädagogik leisten zu müssen.
Woran erkennt man ein gutes Reitpädagogik-Pferd?
Die wichtigsten Eigenschaften sind:
emotionale Stabilität
ruhige, klare Körpersprache
hohe Reiztoleranz
Verlässlichkeit im Schritt
gute körperliche Belastbarkeit
Ein geeignetes Pferd wirkt oft unspektakulär:ruhig, gelassen und berechenbar.
Gerade diese Eigenschaften machen es für Kinder so wertvoll.
Pferdeschutz steht immer an erster Stelle
In der Reitpädagogik tragen wir Verantwortung für zwei Seiten:
für die Kinder –und für die Pferde.
Ein Pferd, das dauerhaft überfordert ist, zeigt früher oder später Stress, Abwehr oder gesundheitliche Probleme.
Deshalb ist eine ehrliche Einschätzung der eigenen Pferde eine wichtige Grundlage für verantwortungsvolle pferdegestützte Arbeit.
Fazit
Nicht jedes liebe Pony ist automatisch ein gutes Reitpädagogik-Pferd.
Die Arbeit mit Kindern erfordert besondere Eigenschaften – und ebenso einen verantwortungsvollen Umgang mit den Bedürfnissen der Pferde.
Wenn wir Pferde bewusst auswählen und schützen, können sie zu wunderbaren Partnern in der pädagogischen Arbeit werden.
Möchtest du den Test als ausfüllbares Workbook für dein Pferd?
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Kinder stärken.
Pferde achten.
Haltung leben.




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